F. Ist das »German Team« überhaupt etwas für mich?
A. Vielleicht :^) Hier sind ein paar Eigenschaften, die Du im Idealfall mitbringen solltest (aus der Ausschreibung):
F. Was heißen »Souveränität auf der Tanzfläche« und »adäquate Technik«?
A. Genau definieren läßt sich sowas natürlich nicht, aber wir sind uns bisher einig, dass Du schon ein paar Jahre regelmäßige Tanzerfahrung in einer Gruppe und auf Tanzkursen »auf dem Buckel« haben und auch schon bei Auftritten getanzt haben solltest. Du solltest natürlich die fünf Grundschritte gut beherrschen und die üblichen Figuren aus dem FF können. »Phrasing« und »Covering« sind keine Fremdwörter mehr für Dich. (Stammgäste auf Carolas Novemberkurs zum Beispiel müssen hier wohl nicht wirklich prüfend in sich gehen.) Mindestens genauso wichtig ist aber die Fähigkeit, Tänze zu tanzen, die Du nicht aus allen möglichen Positionen vorher gelaufen bist — eine wichtige Voraussetzung dafür, in einem großen Display den Überblick zu behalten.
Perfektion auf der Tanzfläche ist sicher nicht erforderlich (Patrick Chamoins gibt es nicht so viele und die sind auch schon anderweitig engagiert), aber wir werden in den Proben, so wie es ist, wenig genug Zeit haben und können nicht intensiv an den Grundlagen arbeiten — diese müssen wir leider einfach voraussetzen.
F. Was ist ein »Display«?
A. Eine Vortanzchoreografie, bei der Tänze oder Tanzfiguren ineinander übergehen. Die Set-Richtung kann sich dabei ändern, es können Tänzer hinaus- oder hereinwechseln und so weiter. In der Kategorie »Display« auf dem Newcastle Festival dauert eine solche Choreografie acht Minuten. Beispiele finden sich auf YouTube.
F. Was ist der Unterschied zwischen einem Display und einer Demonstration?
A. Bei einer Demonstration geht es darum, einen einzelnen Tanz in höchstmöglicher technischer Perfektion vorzuführen. In einem Display werden mehrere Tänze (oder Elemente davon) kombiniert, um ein ansprechendes Ganzes zu ergeben; Ziel ist die Unterhaltung des Publikums.
Man kann auch sagen, dass Demonstrations vor allem andere Schottentänzer beeindrucken; gute Displays dagegen erfreuen auch Leute, die vom Schottentanzen selbst keine große Ahnung haben.
F. Wer entscheidet, ob ich beim German Team mitmachen darf?
A. Zuallererst entscheidest natürlich Du selbst, ob Dir diese Form des Tanzens liegt und ob Du dazu bereit bist, Reise- und Übungsaufwand in Kauf zu nehmen. Im Moment befinden wir uns in einer »Orientierungsphase«, in der wir potentielle Mittänzerinnen und -tänzer für das Projekt interessieren möchten; wir hoffen, dass sich mit der Zeit ein Kern von Leuten herauskristallisiert, der regelmäßig an den Treffen teilnimmt und auch gut »miteinander kann«.
Display-Tanzen ist anspruchsvoll und in der knappen Zeit, die uns zur Verfügung steht, können und wollen wir nicht an den Grundlagen des Schottentanzens arbeiten — dafür gibt es die regelmäßigen Treffen der Tanzgruppen sowie Wochenendkurse und Dayschools. Wir sehen das »German Team« langfristig aber auch als Motivationsfaktor dafür, insgesamt an der eigenen Technik zu arbeiten.
Es ist nicht unser Plan, eine Art »Castingshow« zu veranstalten (auch wenn RTL & Co. vielleicht an den Rechten ... upps)! Allerdings wollen und können wir auch nicht völlig ausschließen, dass im Notfall jemand behutsam beiseite genommen werden und auf die Zukunft vertröstet werden muss. Psychologische Härten wollen wir auf jeden Fall so weit wie möglich vermeiden. Im Zweifelsfall hilft im Vorfeld auch ein Gespräch mit Deinem Tanzlehrer und/oder einem der Organisatoren.
F. Muss ich Mitglied der RSCDS oder der Central Germany Branch sein?
A. Nein.
F. Wann und wo finden Proben statt und wer legt die Termine fest?
A. Bisher haben wir uns in Frankfurt getroffen, vor allem aus zwei Gründen:
Frankfurt ist relativ zentral und für viele auch für einen Tag mit vertretbarem Aufwand zu erreichen, und
über den Frankfurt SCD Club haben wir sehr preisgünstigen Zugriff auf schöne Säle im »Haus der Jugend«.
Es ist natürlich möglich, dass wir uns auch anderswo treffen — Vorschläge werden gerne angenommen!
Für die Probetermine hat sich noch kein fester Turnus herauskristallisiert. »Alle paar Monate« ist wohl eine gute Grundannahme. Ob wir 2009 noch ein drittes Treffen hinkriegen, hängt davon ab, ob in der beschäftigten Ball- und Vorweihnachtssaison ab September/Oktober noch ein Termin nebst Ort zu finden ist (für das »Haus der Jugend« ist das mit großer Sicherheit schon zu kurzfristig). Für 2010 werden wir demnächst mit einer groben Terminsuche anfangen; bisher haben wir im Vorfeld web-basierte Umfragen unter den Interessenten gemacht, und das hat sich relativ gut bewährt.
F. Und was ist jetzt mit dem Newcastle Festival?
A. Wie gesagt, wir streben derzeit keine konkrete Teilnahme an — aber wir wollen das für die Zukunft nicht zu 100% ausschließen. Sollten sich genug Leute finden, die Spaß an der Sache haben und sich das tatsächlich vorstellen können, dann steigen wir natürlich wieder ein, vielleicht nicht 2010, sondern 2011, 2012 oder 2020? (Wenn es uns und das Festival dann noch gibt, natürlich.)
Ansonsten spricht selbstverständlich — rein theoretisch gesprochen — nichts dagegen, dass wir (oder Teile des Teams) die Sachen, die wir üben, nicht mal auf einen terminlich und räumlich passenden Tanzfest plazieren könnten. Auch wenn die Arbeit an Choreografien Mitglieder dazu inspiriert, Ideen daraus in lokalen Auftritten aufzugreifen, ist das sicher ein Gewinn für alle.